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  • Erschienen: 10. Februar 2010
  • Herausgeber: Design 360°
  • Verlag: Gingko Press
  • Format: Hardcover, 271 Seiten

Conceptual Architecture

tae_CA_PagesArchitecture without dogma
Essay zum Thema „Konzeptuelle Architektur“


>> Ursprünglich inspiriert von den theoretischen Prinzipien der Konzeptkunst, die in den 60er Jahren von Künstlern wie Sol Le Witt, Joseph Kosuth u.a. postuliert wurden, hat die Konzeptuelle Architektur mittlerweile ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickelt. […] Im Gegensatz zur Konzeptkunst kann in der Architektur ein Entmaterialisierungseffekt und die damit einhergehende Wirkung von Erhabenheit, also von den Zwängen der Realität losgelöste Schönheit, nur durch eine überdurchschnittliche Ausführungsqualität erzielt werden. Es bedarf neuartiger Materialien und Konstruktionsweisen um den handwerklichen Herstellungsprozess und die technischen Notwendigkeiten eines Gebäudes zu verbergen – ohne dass es sich dabei vom Gebrauchsobjekt in ein nur eingeschränkt nutzbares Repräsentationsobjekt oder gar zweckfreies Kunstwerk verwandelt. […] Ebenso wie sich einige zeitgenössische Architekten stilistischen und theoretischen Dogmen widersetzen, entziehen sich auch ihre Werke trotz ihrer konzeptionellen Grundlage letztlich einer definitiven Bedeutung. Schönheit entsteht im Auge des Betrachters. Konzeptuelle Architektur löst starke, subjektiv gefärbte Emotionen aus, sei es durch eine bis dato ungesehene Formensprache oder intensiv erfahrbare Atmosphären. <<